skindred bigtingsGanze drei Jahre sind zwischen „Volume“ (2015) und dessen am 27.04.2018 erschienenen Nachfolger „Big Tings“ vergangen. Genau die gleiche Zeitspanne, die zwischen "Union Black“ (2011) und „Kill The Power“ (2014) liegt. Man konnte also gespannt sein, wie sich die Musik von SKINDRED in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Mit „Volume“ hatten die Waliser die Messlatte, meines Erachtens, verdammt hoch gelegt.

Neurosis PainOfMindRRVor gut 30 Jahren gründete sich eine Combo, die zunächst reinen Punk machen will und sich auf einmal zu einer der wichtigsten, intensivsten und wegweisendsten Bands der heutigen Zeit entpuppt. Niemand hätte nach dem Debüt von NEUROSIS gedacht, was da noch alles auf uns zukommt. Zum 30jährigen Jubiläum kommt nun, mit etwas Verzögerung, die überarbeitete Version des Klassikers auf dem bandeigenen Label Neurot Recordings remastered und mit neuem Cover heraus.

lordvigo sixmustdieNormalerweise bekommt man es ja recht zeitig mit, wenn in der lokalen Szene (zu der ich Rheinland-Pfalz, zumindest die „grenznahen“ Regionen, jetzt einfach mal dazu rechne). Dennoch haben es LORD VIGO geschafft, lange Zeit unter meinem Radar zu existieren. Und irgendwie habe ich es sogar geschafft, bis zum letztjährigen Dong die Band live regelmäßig zu verpassen. Aber was ich dort sah – und hörte – gefiel mir und dann ist es ja nur selbstverständlich, dass ich mich nun auch endlich mal auf Platte ausführlich mit der Band beschäftige.

warfield wreckingcommand4 Jahre sind nach der Demo-CD „Call To War“ vergangen. 4 Jahre, in denen sich WARFIELD immens weiter entwickelt haben. Heutzutage präsentiert sich die Band noch härter und tighter als je zuvor. Eigentlich sind WARFIELD ja ein Trio bestehend aus den Brüdern Johannes und Mathias Clemens und dem Drummer Dominic Marx. Nur bei Live Auftritten wird noch ein Basser engagiert. Kurz bevor man das erste volle Album in Eigenregie herausbringt, konnte man einen Deal mit dem kleinen, aber sehr feinen Metal On Metal Label aus Italien erhaschen.

candlemass houseofdoomepIrgendwie kocht die Karriere der Doom-Urväter nur noch auf Sparflamme, doch auch das ist eher verwunderlich, hat doch Mastermind Leif Edling eigentlich diesen Topf 2013 vom Herd genommen. Stattdessen rührte er lieber in anderen Küchen, brachte AVATARIUM an den Start und ist aktuell mit THE DOOMSDAY KINGDOM beschäftigt. Doch CANDLEMASS ließen ihn nie los oder er CANDLEMASS, schwer zu sagen. Immer wieder trat die Band ohne ihren Hauptsongschreiber auf wie beispielsweise im letzten Jahr beim SwedenRock, während Edling der Formation vor zwei Jahren die EP "Death Thy Lover" spendierte. Nun steht erneut ein kurzes Werk ins Haus, wobei "House Of Doom" als Soundtrack für das gleichnamige Online-Spiel gedacht ist.

flotsamandjetsam doomsdayforthedeceiverreissueObwohl sie bereits seit 1981 existieren, blieb der ganz große Erfolg FLOTSAM AND JETSAM stets verwehrt. Auch wenn die Band mit ihrem dritten Album „Cuatro“ (1992) und dessen Nachfolger „Drift“ (1995) Achtungserfolge einheimsen konnte, und bis heute konstant Alben veröffentlicht, muss man sie was Verkaufszahlen betrifft eher in der dritten Reihe der Thrash Metal Ikonen, in guter Gesellschaft mit Gruppen wie SACRED REICH, FORBIDDEN und DARK ANGEL, einsortieren.

subsignal lamuertaEinst als Nebenprojekt von SIEGES EVEN gestartet lief es dem deutschen Prog Metalurahn mittlerweile den Rang ab. Gitarrist Markus Steffen und Sänger Arno Menses verfolgten den Weg weiter, den einst DREAM THEATER mit „Images & Words“ und FATES WARNNG mit „Pleasant Shades Of Grey“ erkundeten. Progressiver Metal mit mehr Melodie und mehr Atmosphäre und einem Hang zu AOR und Neo Prog. SUBSIGNAL hatten das Zeug dazu, diese Herangehensweise in grandiose Songs zu verpacken, die von einer kleinen Fangemeinde geliebt wird, wenn auch der große Rest wenig damit anfangen kann. Zuletzt schlug das Pendel in eine etwas härtere Ecke aus, die Riffs standen auf „The Beacons Of Somewhere Sometime“ zu sehr im Vordergrund. Zweieinhalb Jahre später kommt nun „La Muerta“ auf den Markt, und man darf gespannt sein, wohin sich die Truppe nun entwickelt hat.

pungentstench smutkingdomPUNGENT STENCH haben eine bewegte Geschichte hinter sich. Nach der ersten Auflösung 1995 erfolgte 2000 die Reunion und 2004 das Album „Ampeauty“, das dann tatsächlich das letzte Album der Band werden sollte. Denn 2007 folgte die nächste Auflösung, und das, obwohl das neue Album schon größtenteils im Kasten war. Statt einer erneuten Wiedervereinigung folgte dann juristisches Kleinklein und Streitigkeiten um die Namensrechte, die dazu führten, dass die Restband nur noch als THE CHURCH OF PUNGENT STENCH und später als MARTIN SCHIRENC PLAYS PUNGENT STENCH unterwegs war. Und bei diesen Auftritten sagte Bandleader Martin Schirenc dann auch: „Wir spielen Songs der Wiener Band PUNGENT STENCH“, was bei so manch unbedarftem Zuschauer zu der Annahme führte, es handele sich um eine Coverband.

CHRCH Light Will Consume Us AllVon dieser Band hört man in letzter Zeit recht viel, auch wenn sie noch recht frisch im Geschäft sind. Sludge ist aber nicht (mehr) automatisch eine Stilrichtung, die direkt Interesse weckt, denn auch dieser Sektor wird mittlerweile regelrecht geflutet. Nun stellt sich mir die Frage, wie man denn hier die Spreu vom Weizen trennen kann. Oder muss ich mich einfach noch mehr mit diesem Genre auseinandersetzen, um wirklich die Genialität einer Band entdecken zu können?

auri auriWenn irgendwo Tuomas Holopainen draufsteht, bin ich in der Regel ja Feuer und Flamme. Andererseits hat er dieses Album gemeinsam mit seiner Frau aufgenommen und so Ehepaardinger werden meistens irgendwie seltsam. Wiederum andererseits ist aber auch Troy Donockley von NIGHTWISH mit an Bord, es verspricht also sehr folkig zu werden und das kann ja wieder gut sein. Und völlig andererseits versuche ich, bei Tuomas Holopainen keine Erwartungen zu haben. Schon bei seinem Soloalbum hatte ich keine Idee, was da auf mich zukommen würde. Und ich liebe es nach wie vor. Und schon dort hat Johanna Kurkela ja mitgewirkt und das Ergebnis ist perfekt. Also mal sehen, ob eine weitere positive Überraschung gelingt.

Dimmuborgir EonianWarum sich die führende Black Metalband für fast acht Jahre zurückgezogen hat, weiß ich beim besten Willen nicht, vermutlich nicht mal die Musiker selbst. Erklärungsversuche gibt es nur vage, ebenso wie Liveauftritte oder Nebenprojekte, welche die Pause plausibel machen könnten. Einzig die DVD-Veröffentlichung "Forces Of The Northern Night" steht zu Buche, in der die länger zurück liegende Orchestershow aufgenommen wurde. Doch diese markierte vor einem Jahr eher das Erwachen aus dem Dornröschenschlaf, nun steht "Eonian" in den Läden und man darf gespannt sein, was da auf uns zukommt. Immerhin veränderten DIMMU BORGIR ihre Musik im Laufe der Jahre, wie groß fällt dementsprechend der stilistische Sprung aus.

Fifthangel TimewilltellDie ganze Sucherei nach einem Label verbaute der US-Metalhoffnung Ende der Achtziger ein wenig die Möglichkeiten, an Liveauftritte war nicht zu denken und mit James Byrd und Ken Mary verließen zwei Mitglieder die Truppe. Der Gitarrist startete eine Solokarriere, während der Schlagzeuger von der Konkurrenz umworben wurde. So spielte er „Fireworks“ von BONFIRE ein und schloss sich dann HOUSE OF LORDS an. Als FIFTH ANGEL dann bei Epic/CBS unterschreiben konnten, schien sich alles zum Guten zu wenden, mit Kendall Bechtel kam ein neuer Gitarrist und Ken Mary war immerhin noch für Studioaktivitäten zu haben. In der Besetzung nahm man „Time Will Tell“ auf, ein Werk, welches das Zeug zu ganz hohen Weihen gehabt hätte, und nun von Metal Blade neu aufgelegt wird. Leider begann damals die unsägliche Ära Tommy Motolla beim Medienriesen, der neue A&R strich die Gelder für den Toursupport von EUROPE und die Formation löste sich desillusioniert auf.

tomorrowsoutlook avoiceunheardBei den Norwegern TOMORROW'S OUTLOOK handelt es sich eigentlich um ein Trio, bestehend aus Gitarrist Oystein Kvile Hanssen, Bassist Anders Stenseth sowie Songwriter/Manager Trond Nicolaisen. Wer jetzt gut aufgepasst hat, wird merken dass der Gesangsposten nicht besetzt ist. Dafür wurden sich mehr oder weniger prominente Gastsänger ins Boot geholt. Als da wären Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR), Tony Johannesson (THUNDERBOLT) sowie Scott Oliva (REVERENCE, INNER STRENGTH, WIND WRAITH, LAST VISION BLACK).

caliban elementsNachdem der Metalcore über Jahre hinweg ohne Ende gehypet wurde und neue Bands wie Pilze aus dem Boden schossen, könnte man diese Musikrichtung mittlerweile problemlos auf die Liste der bedrohten Arten setzen. Ein Gutes hat diese Entwicklung jedoch, denn genau wie schon vor einer halben Ewigkeit der Grunge oder auch der New Metal, bereinigt sich ein Genre wieder einmal selbst. Am Ende werden auch hier nur die wirklich talentierten Gruppen überleben, der Rest wird wie schon so viele Kapellen zuvor in der Versenkung verschwinden.

Fifthangel FifthangelKultbands gibt es viele, aber nur wenige verdienen diesen Namen wirklich, aus den Herren aus Seattle allerdings hätte so viel mehr werden. Auch wenn sie es nur auf zwei Alben brachten, werden sie heute in diversen Fankreisen gottgleich verehrt und die Auftritte auf dem Keep It True-Festival glichen Ritualen. In einer Zeit, in der Monte Connor noch nicht den New Metal erfand, um Amerika wieder etwas Relevanz in der Metalszene zu verleihen, hatten Roadrunner ein sehr gutes Händchen für tolle neue Acts. So nahmen sie Metaller von FIFTH ANGEL 1988 unter Vertrag, um mit ihnen ihr vielbeachtetes Debüt zu veröffentlichen, das ihren legendären Ruf begründete. Dabei war das Werk bereits zwei Jahre zuvor bei Shrapnel erschienen, ging da aber völlig unter, weil man diese Company mit seelenlosen Dudlern assoziierte. Nun wird die Scheibe im Zuge anderer Kultalben von Metal Blade neu aufgelegt.

yoshua kriegerdernachtAuch wenn ich neben den ganzen „Hard & Heavy“-Sachen auch ganz gut was mit Deutschpop und Künstlern wie BOSSE, JOHANNES OERDING, REVOLVERHELD u.ä. anfangen kann, bin ich normalerweise nicht unbedingt auf der Suche nach aufstrebenden Newcomern in diesem Bereich, allzu häufig tendiert da dann eh alles in eine ähnliche Richtung und das wird dann auch schnell wieder langweilig.

There will be no justice

Mit “Life comes knocking” erblickt der erste Longplayer des saarländischen Quartetts THERE WILL BE NO JUSTICE das Licht der Welt. Nach dem Erstlingswerk “Wasted Years”, welches 2013 als EP erschien ist dies nun eine eindrucksvolle Rückmeldung am deutschen Rock / Punk-Markt.

foreigner withthe21centuryorchestraGeht man mit einer negativen Intention an dieses Album heran, dann kann man die Theorie in den Raum werfen, dass der britischen AOR/Melodic Rock Band im vierzigsten Jahr des Bestehens anscheinend nichts Besseres eingefallen ist als nun wie viele andere Rockbands zuvor mit einem Orchester und einem Chor zusammenzuarbeiten. Geht man mit einer positiven Herangehensweise an dieses Projekt heran und macht sich bewusst, dass die Band zusammen mit Dirigent Ernst van Tiel etwa ein Jahr an Arbeit investiert hatte, um dann im Mai 2017 zwei Shows in kompletter Besetzung in Luzern zu spielen, dann sieht die Sache schon ganz anders aus und man kann erkennen, dass „With The 21th Century Orchestra & Chorus“ kein Schnellschuss ist.

prayingmantis gravityDieses Mal hat es bei weitem nicht so lange gedauert, noch nicht einmal drei Jahre nach "Legacy" gibt es neues Material von den Briten. Auf die letzten Studiooutputs mussten die Fans doppelt so lange warten. Was so ein verändertes Line-Up alles ausmacht, wenn die Musiker an einem Strang ziehen, und auch wieder regelmäßig auftreten. Dabei spielt es keine Rolle, dass die zwei Mitglieder, die beim Vorgänger ihren Einstand gaben, aus den Niederlanden stammen. Auch nach zahlreichen geschäftlichen und persönlichen Rückschlägen sind die NWOBHM-Recken weiter unverwüstlich, wovon "Gravity" erneut zeugen kann.

thrust harvestofsoulsTHRUST sind schon ein Phänomen. Ursprünglich in Chicago gegründet und mittlerweile in Los Angeles beheimatet, ist die Band seit mittlerweile unglaublichen 37 Jahren im Geschäft. Seit der Gründung im Jahr 1981 bringen es die Amerikaner gerade einmal auf 7 Veröffentlichungen, von denen nur „Fist Held High“ (1984), „Invitation To Insanity“ (2002) und „Reincarnation“ (2015) Studioalben sind. Bei derart langen Zeiträumen zwischen den einzelnen Alben – alleine zwischen dem Debüt „Fist Held High“ und dem Nachfolger „Invitation To Insanity“ liegen ganze 18 Jahre, ist es wenig verwunderlich, dass alle Werke nach dem Erstling mehr oder minder unter dem Radar liefen und von der breiten Masse weitgehend unbemerkt veröffentlicht wurden. Dies dürfte auch der Grund sein, warum der Bandname nur Insidern ein Begriff ist. Diese geraten jedoch bei der Erwähnung des Klassikers „Fist Held High“ ins Schwärmen.


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